Wasserhärte-Umrechner: °dH, ppm und mmol/l für Whirlpool und Pool
Wasserhärte umrechnen musst Du spätestens dann, wenn Teststreifen, Wasserversorger und Pflegemittel-Anleitung jeweils eine andere Einheit verwenden: Der eine nennt °dH, der andere ppm, der dritte mmol/l. Der Umrechner unten übersetzt Deinen Wert in alle gängigen Einheiten, ordnet ihn nach dem Waschmittelgesetz ein und sagt Dir, ob er für Deinen Whirlpool oder Pool passt.
Umrechnung: 1 °dH = 0,1783 mmol/l = 17,8 ppm CaCO₃ · 1 °fH = 10 ppm · 1 °e = 14,25 ppm. Härtebereiche nach § 9 Wasch- und Reinigungsmittelgesetz. Teststreifen zeigen meist die Gesamthärte, Pool-Empfehlungen beziehen sich oft auf die Calciumhärte – der Rechner behandelt Deinen Wert als Gesamthärte. Richtwert ohne Gewähr, Herstellerangaben Deines Beckens gehen vor.

Wasserhärte umrechnen: die Faktoren im Überblick
Alle Härte-Einheiten beschreiben dasselbe: wie viel Calcium und Magnesium im Wasser gelöst ist. Sie rechnen die Menge nur unterschiedlich um. Die Grundlage bildet die Stoffmenge in Millimol pro Liter, die auch das Waschmittelgesetz verwendet. Daraus ergeben sich die übrigen Einheiten:
- Deutsche Härte (°dH): 1 °dH entspricht 0,1783 mmol/l oder 17,8 mg Calciumcarbonat pro Liter.
- ppm bzw. mg/l CaCO₃: die internationale Pool-Einheit. 1 mmol/l entspricht rund 100 ppm, 1 °dH rund 17,8 ppm.
- Französische Härte (°fH): 1 °fH = 10 ppm. In der Schweiz und in Frankreich üblich, 1 °dH sind also 1,78 °fH.
- Englische Härte (°e, Clark): 1 °e = 14,25 ppm, 1 °dH sind 1,25 °e.
Für die schnelle Kopfrechnung reicht: °dH × 17,8 = ppm und ppm ÷ 17,8 = °dH. Aus 16 °dH werden so rund 285 ppm, aus 250 ppm rund 14 °dH.
Der Unterschied: Teststreifen und Wasserversorger nennen fast immer die Gesamthärte – Calcium plus Magnesium. Internationale Pool-Empfehlungen meinen dagegen meist die Calciumhärte, also nur den Calcium-Anteil. Die Calciumhärte liegt deshalb immer etwas unter der Gesamthärte. Wer es genau wissen will, misst die Calciumhärte mit einem Tropftest.
Härtebereiche: weich, mittel oder hart?
Das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz teilt Trinkwasser in drei Bereiche ein. Dein Wasserversorger muss Dir mindestens einmal im Jahr mitteilen, in welchem Bereich Dein Leitungswasser liegt – meist steht der Wert auch auf seiner Website.
- Weich: unter 1,5 mmol/l, das sind unter 8,4 °dH
- Mittel: 1,5 bis 2,5 mmol/l, also 8,4 bis 14 °dH
- Hart: über 2,5 mmol/l, also über 14 °dH

Welche Wasserhärte für Whirlpool und Pool?
Für den Whirlpool gilt eine Gesamthärte von 10 bis 20 °dH als guter Bereich, rund 180 bis 360 ppm. Internationale Empfehlungen nennen für Spas eine Calciumhärte von 150 bis 250 ppm – das passt dazu, weil die Gesamthärte den Magnesium-Anteil mitzählt. Für den Pool liegt der übliche Zielbereich bei 200 bis 400 ppm Calciumhärte, rund 11 bis 22 °dH.
Warum der Whirlpool empfindlicher ist, zeigt die Chemie: Calciumcarbonat löst sich in warmem Wasser schlechter als in kaltem. Bei 37 °C fällt Kalk deshalb deutlich früher aus als im 26 °C warmen Pool – zuerst am Heizstab, an den Düsen und an der Wasserlinie. Umgekehrt ist zu weiches Wasser auch nicht ideal: Es wirkt aggressiv auf Dichtungen und Metallteile und neigt zu Schaum.
Der zweite Stellhebel ist der pH-Wert. Liegt er über 7,6, steigt die Kalkgefahr stark an, auch bei mittlerer Härte. Wie viel pH-Minus Du für Dein Becken brauchst, zeigt der pH-Wert-Rechner. Die genaue Wassermenge dafür liefert der Wasservolumen-Rechner.

Warum das Wasser im Becken mit der Zeit härter wird
Verdunstet Wasser, bleiben Calcium und Magnesium im Becken zurück. Füllst Du mit Leitungswasser nach, kommen neue Härtebildner dazu. Die Härte steigt deshalb zwischen zwei Wasserwechseln langsam, aber stetig. Wie oft sich ein kompletter Wechsel lohnt, rechnet der Wasserwechsel-Rechner für Dein Nutzungsprofil durch.
Cover-Tipp: Die wirksamste Bremse gegen steigende Härte ist eine dicht schließende Abdeckung. In einem Vergleichstest der California Polytechnic State University reduzierten feste Pool-Abdeckungen die Verdunstung um rund 94 bis 96 Prozent. Weniger Verdunstung heißt weniger Nachfüllen und damit weniger Kalk im Becken. Eine passgenaue Thermoabdeckung nach Maß schließt auch an den Ecken sauber ab.
Was tun, wenn die Härte nicht passt?
Zu hart: Halte den pH-Wert konsequent bei 7,2 bis 7,6 und setze einen Härtestabilisator nach Herstellerangabe ein. Beim nächsten Befüllen hilft Mischen. Den Anteil weichen Wassers rechnest Du so aus: (Ist-Härte − Ziel-Härte) ÷ (Ist-Härte − Härte des weichen Wassers). Bei 24 °dH aus der Leitung, Ziel 16 °dH und enthärtetem Wasser mit 0 °dH ist das ein Drittel. Komplett enthärtetes Wasser ist dagegen keine Lösung, es greift Metallteile an. Wie Du bereits vorhandenen Kalk entfernst, erklärt der Beitrag Härtegrad zu hoch. Verkalkte Düsen behandelt der Ratgeber zur Lebensdauer der Whirlpool-Düsen.
Zu weich: Hebe die Härte schrittweise mit einem Härte-Plus-Mittel an. Die Menge richtet sich nach Produkt und Wassermenge – dosiere nach Herstellerangabe, lass das Wasser umwälzen und miss nach einigen Stunden erneut.
Häufige Fragen zum Umrechnen der Wasserhärte
Wie rechne ich °dH in ppm um?
Multipliziere den Wert mit 17,8. 15 °dH entsprechen damit rund 267 ppm. Umgekehrt teilst Du ppm durch 17,8.
Ist mg/l dasselbe wie ppm?
Bei Wasser praktisch ja. Ein Liter wiegt rund ein Kilogramm, 1 mg/l ist damit ein Millionstel – also 1 ppm. Gemeint ist bei der Härte immer die Angabe als Calciumcarbonat.
Sind 20 °dH zu hart für den Whirlpool?
20 °dH liegen an der Obergrenze des Zielbereichs. Das funktioniert, wenn der pH-Wert sauber zwischen 7,2 und 7,6 bleibt. Darüber lohnt sich ein Härtestabilisator oder das Mischen beim Befüllen.
Wie oft sollte ich die Wasserhärte messen?
Nach jedem Befüllen und danach etwa alle zwei bis vier Wochen. Häufiger nur, wenn Du viel nachfüllst. Welche Messgeräte sich dafür eignen, zeigt der Vergleich digitaler Messgeräte.
Einmal umgerechnet, ist die Wasserhärte schnell im Griff: Wert kennen, pH-Wert stabil halten, Verdunstung bremsen. Speichere Dir den Umrechner für das nächste Befüllen, und prüfe bei der Gelegenheit, ob Deine Abdeckung noch dicht aufliegt.
